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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Zebrastreifen könnte Abhilfe schaffen
Zwischenüberschrift:
Brenzlige Situationen auf der Hasebrücke an der Georgstraße
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Seit die Hasebrücke an der Georgstraße/ Einmündung öwer de Hase verbreitert und generalüberholt wurde, ist der Fußgängerbereich der Georgstraße ein Stück nach vorne gerückt. Und weil das noch befahrbare Straßenstück an dieser Stelle in einem scharfen Winkel abknickt, nämlich dort, wo die Straße Öwer de Hase beginnt, wird es von vielen Passanten gar nicht mehr als " Autostraße" akzeptiert. Das hat schon zu brenzligen Situationen geführt.

Täglich ist zu sehen, daß Fußgänger an dieser Stelle forschen Schrittes die Fahrbahn überqueren, in der Meinung, sie befänden sich bereits in der Fußgängerzone. Zum Glück sind sich auch die Autofahrer nicht so ganz sicher, ob sie schon Gas geben dürfen und können immer noch rechtzeitig bremsen, wenn Fußgänger auf einmal loslaufen und so um Haaresbreite ,, auf die Hörner'" genommen werden, indem sie Bekanntschaft mit der Stoßstange machen.

Aber immer wieder quietschen auch unüberhörbar die Bremsen, wenn die Fahrer allzu forsch um die Ecke biegen. Motorradfahrer flitzen manchmal sogar in geradezu abenteuerlichem Slalom zwischen den Fußgängern durch. Fußgänger reagieren dann schon mal mit einem Temperamentsausbruch, weil sie irrtümlich der Meinung sind, Auto- und Zweiradfahrer hätten an dieser Stelle überhaupt nichts zu suchen.

Dieser für alle Verkehrsteilnehmer unübersichtlichen und deshalb auch nicht ungefährlichen Situation wäre mit einen Zebrastreifen leicht abzuhelfen. Fußgänger und Autofahrer wären dafür sicher dankbar, und die Kosten für die Maßnahme wäre wohl trotz der angespannten Finanzlage vertretbar.

Niemand wünscht sich die alte Situation vor der Brückenüberholung und Erweiterung des Fußgängerbe- reiches zurück, doch das kann nicht heißen, Nachteile zu Lasten der Verkehrsteilnehmer in Kauf zu nehmen.

Zur Erinnerung: Mit der Fertigstellung der Baumaßnahme im September 1986 wurde nach fünfmonatiger Bauzeit das bis dahin schwierigste Brückenbauvorhaben in der Stadt zu Ende gebracht, was die Tiefbauer seinerzeit mit einem Stoßseufzer der Erleichterung begleiteten.

Die 1, 6 Millionen DM teure Brückensanierung, die den Anliegern viel Ärger bereitete, war erforderlich, nachdem die Bedenken wegen der Standfestigkeit der Brücke immer lauter wurden. Bei

Durchrosten eines Stahlbandes hätte die Decke wahrscheinlich nicht mehr gehalten, hieß es seinerzeit. Die Teilsanierung 1969 hatte sich als nicht so dauerhaft erwiesen, wie ursprünglich erhofft.

Die Brückenbauer sahen sich, nachdem die Generalüberholung nach Gutachten und Gegengutachten endlich beschlossene Sache war, großen technischen Schwierigkeiten gegenüber. Die alte Brücke mußte in 36 Längsteile zersägt und ausgehoben werden. Erst danach zogen die Brückenbauer auf beiden Seiten eine Mauer hoch, auf die sie die 46 neuen Träger für die viel breitere Brücke auflegten.

Trotz des Lärms der Preßlufthämmer und Sägen verfolgten danach viele Passanten an dieser nicht alltäglichen Baustelle den Fortgang der Arbeiten. Heute erinnert nichts mehr daran, daß es die schwierigste Brückenbaustelle war, die Osnabrück bis dahin erlebt hatte.kh
Autor:
kh


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