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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Bessere Bäder - aber wie?
Zwischenüberschrift:
Rat: Umgehend Familienkarte - Andere Vorschläge vom Mehrheit abgelehnt
Artikel:
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Originaltext:
Das an der Wellmannsbrücke geplante private Freizeitbad ließ auch in der gestrigen Ratssitzung die Wellen hochschlagen. Alle waren sich einig, daß die Attraktivität der städtischen Bäder gesteigert werden müsse, aber entsprechende Vorschläge von SPD und Grünen wurden von der Mehrheitsgruppe CDU/ FDP aus finanziellen Gründen abgelehnt. Einstimmig angenommen wurde dagegen ein Änderungsantrag der Gruppe, umgehend möglichst schon zum 1. Juli dieses Jahres eine Familienkarte für die städtischen Bäder einzuführen. Die SPD hatte gefordert, die durch, die Erhöhung der Eintrittspreise bei den städtischen Bädern erzielten Mehreinnahmen und den Erlös aus dem Verkauf des Geländes " Freibad Wellmannsbrücke" für eine Verbesserung des öffentlichen Bäderangebots einzusetzen. Die einzelnen Maßnahmen sollten im Sportausschuß festgelegt werden.
In der Begründung wies Heinrich Mersch darauf hin, daß Freizeitbäder heute der " große Schlager" seien, die Einstellung zum Schwimmen und Baden sich nach dem Krieg etappenweise verändert habe und die jetzigen Einrichtungen nicht mehr ausreichten. Durch ein Freizeitbad an der Wellmannsbrücke werde die Stadt an Attraktivität gewinnen, aber der Besuch der städtischen Bäder um 20 bis 30 Prozent zurückgehen. " Wir können uns einen Einnahmeausfall von 200 000 DM nicht mehr erlauben, deshalb sind besondere Einrichtungen für die vorhandenen Bäder notwendig."
Die Grünen stellten sich hinter den Antrag der SPD und forderten zusätzlich, vergünstigte Eintrittspreise für sozialschwache Gruppen zu verstärken und an erster Stelle das Hallenschwimmbad in Schinkel zu einem Hallen- und Freischwimmbad auszubauen. Lioba Meyer gab zu bedenken, daß der Eintritt im neuen Bad 20 bis 30 DM betragen werde.

In der ausführlichen Diskussion wurde von CDU-Seite (Ratsherr Scheklinski) betont, bei den Vorschlägen von SPD und Grünen werde " Geld verteilt, das wir noch nicht haben". Die erwähnten Mehreinnahmen müßten die Defizite im Bäderwesen abdecken, während das Projekt Wellmannsbrücke noch nicht entscheidungsreif sei.

" Wir müssen mit finanziellen Problemen fertig werden", begründete Dr. Schomakers die finanzielle Zurückhaltung der Gruppe, während Hubert Korte daran erinnerte, einiges für die Attraktivität getan zu haben: Sauna Nettebad, Sanierung Pottgraben und Rutsche im Neustädter Freibad. Auch das neue Bad werde zur Attraktivität beitragen. Wellmannsbrücke hätte in den nächsten Jahren sowieso geschlossen werden müssen, deshalb sollte man für das Angebot eines Privatinvestors dankbar sein, meinte Heinrich Fischer.
Die Bereitschaft der SPD, darüber zu diskutieren, ob der Gesamtbetrag (der Mehreinnahmen und des Verkaufserlöses) zweckgebunden ausgegeben werde, signalisierte Hans-Jürgen Fip. Karl-Heinz Jonas gab bekannt, daß sich im Sportausschuß alle einig waren, die Mehrerlöse für eine Baderverbesserung zu verwenden. Ernst Weber (,, die Redebeitrage sprechen den Ausschußberichten Hohn") betonte, daft der Verkauf des Grundstücks Wellmannsbrucke auf der Tagesordnung der nächsten Liegenschaftsausschußsitzung stehe. In Paderborn habe es durch ein Freizeitbad einen Zuwachs für die städtischen Bäder gegeben.

Während Christa Rössler (FDP) bemerkte, daß ein Konzept für eine Attraktivitätssteigerung noch nicht vorliege, faßte Heinrich Mersch (SPD) zusammen: " Wir haben gute Bäder, aber nicht das, was die Leute wollen."
Autor:
H.


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