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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Spaßbad: Keine Ablehnung, aber Zurückhaltung
Zwischenüberschrift:
Diskussion im Bürgerverein Schinkel
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Mit dem Für und Wider eines Spaß- und Freizeitbades, wie es eine Braunschweiger Planungsgruppe gerne am Standort Wellmannsbrücke errichten möchte, setzten sich engagierte Bürger in der Gaststätte Sommer auseinander, wo der Bürgerverein Osnabrück-Schinkel von 1912 seine Mitgliederversammlung durchführte. Weitere Themen waren die Verkehrsund Unfallsituation in Schinkel, Möglichkeiten der Verkehrsberuhigung, der Beschluß über eine neue Vereinssatzung sowie Vorstandswahlen. Helmut Heermann, der sich seit 30 Jahren für die Belange der Bürger in Schinkel einsetzt, gab den Vorsitz aus gesundheitlichen Gründen an Erich Brundiek ab. Er wird dem Bürgerverein jedoch als Ehrenvorsitzender weiterhin mit Rat und Tat zur Seite stehen (Siehe nächste Seite).

Sein Jahresbericht und der Bericht über die Jubiläumsaktivitäten führte unter den 100 Besuchern der Versammlung zu einer regen Aussprache. Was die Schinkelaner nach wie vor in besonderem Maße bewegt, sind Verkehrsprobleme und im Zusammenhang damit auch der Straßenbau aber auch Freizeitmöglichkeiten und Maßnahmen, die Schinkels Attraktivität steigern können.

Zum geplanten Spaß- und Freizeitbad war zwar keine grundsätzliche Ablehnung zu hören, wohl aber vorsichtige Zurückhaltung. Man sieht auf der einen Seite durchaus, daß so eine Einrichtung auch für die Bürger in Schinkel attraktiv sein könnte und der Stadtteil damit positiv ins Gespräch käme. Die Chance für neue Arbeitsplätze und Aufträge an Osnabrücker Firmen sei ebenfalls zu bedenken. Andererseits gäbe es auch Nachteile. Weil der Eintritt frei ist, baden im Freibad Wellmannsbrucke vor allem Bevölkerungsschichten, die mit ihrem Geld haushalten müssen: Kinderreiche Familien, Sozialhilfeempfänger und Arbeitslose. Die könnten niemals die Eintrittspreise im Spaßbad (zwischen 20 und 30 Mark) zahlen. Für sie müsse man Ersatz schaffen, wenn das Freibad Wellmannsbrucke in der jetztigen Form nicht mehr betrieben werde. Bei den Eintrittspreisen würde aber auch so mancher andere Bürger zögern.

In diesem Zusammenhang kam die Alternative in die Diskussion, unterhalb des Hallenbades Schinkel ein Freibad anzulegen. Aber auch diese Lösung werde kein voller Ersatz sein. Freier Eintritt sei dort sicher nicht möglich und niemand wisse, ob die Anwohner in der Umgebung des Hallenbades wegen einer dann drohenden Lärmbelästigung dort überhaupt ein Freibad haben wollten. Außerdem sei die Stadt finanziell zur Zeit kaum zu solchen Ausgaben in der Lage.

Den anwesenden Ratsherren wurde mit auf den Weg gegeben, Rat und Verwaltung sollten vor einer Entscheidung alle Argumente sorgfältig abwägen und auch den Fall ins Auge fassen, das bei Unrentabilität eine Investitionsruine nicht auszuschließen sei. Es wurde auch angeregt, der Rat solle ähnliche Einrichtungen unter die Lupe nehmen, statt ,, Diskusionen auf dem Trockenen" zu führen.

Zur Verkehrssituation stellte Polizeihauptmeister Brüske fest, daß Schinkel im Vergleich zu anderen Stadtteilen nicht aus dem Rahmen falle. Hier wie dort gäbe es Gefahrenpunkte. Unfälle könnten am ehesten durch diszipliniertes Verhalten der Verkehrsteilnehmer vermieden werden. ,, Da sollte jeder Verkehrsteilnehmer bei sich selber anfangen."

Ihr besonderes Augenmerk habe die Polizei auf die versetzte Kreuzung Weberstraße/ Gartlager Weg gerichtet, die als Unfall-Schwerpunkt entschärft werden sollte. Aber auch im Bereich der Bremer Straße, Schützenstraße und Hunteburger Weg entstünden häufig kritische Situationen. Ebenso an den Knotenpunkten, wo Belmer Straße, Mindener Straße und Heiligenweg zusammentreffen. Das liege an der hohen Verkehrsdichte.

Weil einige Straßen oft als Schleichwege zwischen dem Fledder und den nördlichen Stadtteilen benutzt würden, sei es dringend notwendig, die A 33 weiterzubauen, wurde aus der Versammlung heraus gefordert.

Zur Verkehrsberuhigung verwies Bröske auf die zwei in Osnabrück üblichen Möglichkeiten: 30-km/ h-Zonen mit baulichen Maßnahmen und die verkehrsberuhigten Zonen. Wir berichteten mehrfach über die Vorstellungen der Verkehrsplaner. Auf Vorschlag von Erich Brundiek soll darüber in Ruhe in überschaubarer Größenordnung mit den Bürgern des Stadtteils diskutiert werden. Die Polizei wird im Laufe des Jahres Kindergarten und Schulen unter die Lupe nehmen." kh
Autor:
kh


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