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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
100 Jahre alter Kanal muß weichen
Zwischenüberschrift:
Ausbau Krahnstraße und Bierstraße genau im Zeitplan
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Genau im Zeitplan sind die Tiefbauer mit ihren Arbeiten an der Bier- und Krahnstraße. Weil die neuen Gas- und Wasserrohre zwischen Lortzingstraße und Heger Straße sowie zwischen Lohstraße und Rißmüllerplatz inzwischen in der Erde liegen, kommen jetzt die Kanalbauer zum Zuge. Auch sie haben an zwei Stellen zugleich begonnen: Dienstag an der Lohstraße, von wo aus sie sich im 1. Abschnitt bis zur Einmündug Gildewart worarbeiten, und in der Woche vor Ostern an der Heger Straße. Dieser Abschnitt ist fast bis zur Einmündung Marienstraße ausgehoben.

Auf beiden Seiten also im südlichen wie im nördlichen Bereich von Krahn- und Bierstraße sind jeweils drei etwa 30 bis 40 Meter lange Bauabschnitte vorgesehen. Vorhandene Kanalschächte, die Einmündung von Seitenstraßen und die Verkehrssituation mit den Zugängen zu den Geschäften bestimmen die Länge dieser Abschnitte. Sobald dort die Rohre für die Kanalisation (Schmutz- und Regenwasser getrennt) liegen, kommen sofort die Hausanschlüsse und die Versorgungsleitungen an die Reihe. Sie müssen ebenso wie die alten Kanalröhren und die Gas- und Wasserleitungen fast vollständig neu verlegt werden: Licht, Hoch- und Niederspannung, Telefon, Fernsehkabel und Leerrohre für die Verkehrssignalanlagen.

Begonnen wird damit auf der Ostseite des ersten Kanalbauabschnittes, denn eine Bürgersteigseite muß passierbar bleiben. Liegen die Versorgungsleitungen auf dieser Seite, soll sofort der Ausbau des Gehweges und der drei Meter breiten Fahrbahn folgen, bevor dann die Leitungen auf der gegenüberliegenden Bürgersteigseite verlegt werden. So werden alle Bauabschnitte im Süden (Richtung Lortzingstraße) und im Norden (Richtung Rißmüllerplatz) zügig vorangetrieben. Die Tiefbauarbeiten sind mit den Archäologen abgestimmt, doch erwartet Klaus Röthig vom Tiefbauamt, der für den Ausbau zuständig ist, keine Verzögerungen. Wie berichtet, waren beim Graben Reste der Grundmauern des alten Rathauses ans Tageslicht gekommen.

Sobald die Ausbauarbeiten im nördlichen und südlichen Abschnitt beendet sind, wird mit dem Mittelabschnitt zwischen Rathaus und Lohstraße begonnen. Die Gesamtmaßnahme, für die es auch Geld aus dem großen Sanierungstopf gibt, den Bund und Land mit je einem Drittel bezuschussen, wird etwa 2, 1 Mio. DM kosten. Allein für Kanalisation und Straßenbau sind davon etwa 1, 3 Mio. DM vorgesehen.

Das alte Rohrnetz, das jetzt ausgetauscht wird, ist gut 100 Jahre alt. Es ist nicht nur brüchig und verrostet (Wasserleitungen), sondern auch vom Rohrdurchmesser nicht mehr ausreichend (Kanalisation).

Die Tiefbauer, stellt Klaus Röthig anerkennend fest, haben vor 100 Jahren die Innenstadt in knapp fünf Jahren kanalisiert. " Eine tolle Leistung, denn alles mußte in Handarbeit verlegt und gemauert werden."

Die neuen Leitungen sind so bemessen, daß Überschwemmungen, wie sie früher bei anhaltenden Regenfällen an der Tagesordnung waren, selbst bei Wolkenbrüchen kaum noch auftreten können, obwohl viel mehr Flächen zubetoniert sind und das Regenwasser dadurch schneller und in größeren Mengen abfließt. Dafür hat der Hauptsammelkanal, der unter der Hasestraße verläuft, auch einen Durchmesser von 2 Metern und eine zigfache Leistungsfähigkeit gegenüber den alten Sammelkanälen, die allenfalls 1, 30 bis 1, 60 m im Durchmesser maßen. kh

DIE KANALBAUER haben In der Krahn- und Bierstraße mit Arbeit begonnen, nachdem Gas- und Wasserleitungen verlegt sind. Von der Einmündung Heger Straße am Rathaus (Hintergrund) ist der Kanalbau bereits ein gutes Stück auf die Einmündung Marlenstraße vorangekommen.

Foto:
Jörn Martens
Autor:
kh


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