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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Auch für die Naherholung attraktiv
Zwischenüberschrift:
Regenrückhaltebecken am Gartlager Weg
Artikel:
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Originaltext:
Zu den 54 Regenrückhaltebecken im Stadtgebiet mit einem Volumen von insgesamt 350 000 cbm wird ein weiteres, auch für die Naherholung attraktives Becken von ca. 2, 7 Hektar Größe mit einem Stauvolumen von 12 000 cbm und einer ständigen Wassertiefe von 1, 50 Meter dazukommen. Die Erdarbeiten am Standort zwischen Gartlager Weg im Osten und dem Haster Weg im Südwesten sind seit dem Spätherbst im Gange und trotz des ungünstigen, nassen Wetters weitgehend abgeschlossen. Das Gebiet, durch das der Hauptwanderweg Nr. 5 und der Radwanderweg am Sandbach entlang nach Belm-Powe führt, wird dadurch, wie Stadtplaner und Tiefbauer meinen, entschieden aufgewertet. Die Maßnahme soll etwa 1, 2 Mio. Mark kosten.

Die Wiesen- und Waldflächen mit Dauerkleingärten, die im Südosten durch die Bundesbahnlinie Osnabrück Bremen begrenzt wird, war ursprünglich einmal als Universitätsgelände vorgesehen. Die Bodenverhältnisse erwiesen sich jedoch für ein solches Bauvorhaben als ungeeignet. Das Rückhaltebecken, das zunächst im Sandbachtal zwischen Fußweg und Dauerkleingartenanlage geplant war, ist weiter zur Bahn hin verlegt worden. Es soll den immer wieder auftretenden Überschwemmungen durch das Oberflächenwasser des Wohngebietes Widukindland ein Ende bereiten. Durch die neue Lage des Beckens können die erheblich kürzeren Zuleitungen wesentlich kostengünstiger gebaut werden.

Das Rückhaltebecken wird im angrenzenden Böschungsbereich mit Bäumen (Vogelkirsche, Stieleiche, Feldahorn, Hainbuche, Schwarzerle, Eberesche), Sträuchern (Weißdorn, Hasel, Holunder, Schlehe, Schneeball, Faulbaum, Pfaffenhütchen), Weichhözern (Hartriegel, Ohrweide, Grauweide, Hanfweide) sowie Hundsrosen und Brombeeren bepflanzt. Zum Wasser hin sind Röhrichtzonen mit Schilf, Flechtenbinse, Rohrkolben, Sumpfiris und Schlanksegge und Schiwmmblattzonen mit Wasserhahnenfuß, Teichrose und Seekanne vorgesehen. Auch Uferwiesen wird es geben mit Rotschwingel, Schafschwingel, Wiesenrispe und dem roten Straußgras. Mit Fertigstellung des Regenrückhaltebeckens ist etwa im April Mai zu rechnen. Bis es durch die Bepflanzung sein endgültiges Gesicht erhält, werde allerdings noch einige Jahre vorgehen.

Die Idee, Regenrückhaltebecken landschafts- und naturnah zu gestalten und sie auch in die Naherholung einzubinden, kam den Planern beim Wüstensee, der im Vergleich zum geplanten Becken 20 000 Kubikmeter faßt, also 8000 mehr. Damit gehört auch das Becken zwischen Gartlager Weg zu den größeren Anlagen. Ein weiteres Rückhaltebecken wird südlich des Haster Weges (Richtung kabelmetal) angelegt. Es soll Oberflächenwasser aus dem Bereich Bremer Straße/ Hunteburger Weg aufnehmen.

Die Regenrückhaltebecken sind ein wichtiger Schritt in dem Bemühen, den Wasserhaushalt auch mengenmäßig im Gleichgewicht zu halten. Seit durch Wohngebiete, Straßen und Plätze immer mehr Flächen zubetoniert oder wie es in der Fachsprache heißt versiegelt wurden fließt das Regenwasser immer schneller und in größeren Mengen ab. Das führt zu erheblichen Problemen nicht nur im Unterlauf der Flüsse und Bäche, sondern auch im städtischen Kanalnetz, dessen Rohre für solche sturzbachartig auftretenden Wassermengen, die mit erhöhter Geschwindigkeit aus den Hanglagen herunterschießen, an kritischen Stellen nicht groß genug sind. Das betonenen Tiefbauamtsleiter Jäger und sein Stellvertreter Runge, die das Projekt erläuterten.

Die Stadt hat inzwischen auch die vom Rat abgesegneten planungsberechtlichen Voraussetzungen für das neue Rückhaltebecken geschaffen. Dazu war es erforderlich, sowohl den Flächennutzungsplan ,, Nr. 63 Nordöstlicher Haster Weg" zu ändern, als auch einen Bebauungsplan für den Bereich am Hof Luhrmann (Nr. 52) aufzustellen. Er wird im Südosten durch die Bahnlinie, im Südwesten durch den Haster Weg, im Norden den Sandbach und im Osten den Gartlager Weg begrenzt. Die Pläne werden vom 29. 3. bis 29. 4. dieses Jahres öffentlich im Stadtplanungsamt (Klosterkaserne) ausgelegt.

Mit diesen planungsrechtlichen Maßnahmen wird übrigens die Voraussetzung für ein weiteres interessantes Projekt geschaffen. Die vom Landschaftsverband Osnabrück e. V. für die ferne Zukunft geplante Errichtung eines heimatkundlichen Zentrums. Der geeignete Standort wird östlich des Gartlager Weges gesehen. hk

Bilduntertitel
DIE ERDARBEITEN für das Rückhaltebecken zwischen Gartlager und Haster Weg sind weitgehend abeschlossen. Für Kleingärten, verlegt werden müssen, ist innerhalb des Planungsgebietes eine ausreichende Fläche für Dauerkleingärten vorgesehen. Außerdem ist in diesem Bereich eine Minigolfanlange geplant. Foto: Gert Westdörp
Autor:
hk


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