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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Kreatives Spiel in der Natur
Zwischenüberschrift:
Antwort auf den Leserbrief "Maßnahmen" (Ausgabe vom 27.5.)
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
" Im Leserbrief von Prof. Weber sind einige Aussagen enthalten, die so nicht stehenbleiben können.
1. Angeblich ist der Naturschutzbehörde die Fauna des betreffenden Haseuferabschnittes bekannt. Dem steht entgegen, daß ich von einem Mitarbeiter des Grünflächenamtes gebeten worden bin, mit ihm zusammen in den nächsten Tagen eine Haseuferbegehung durchzuführen, um etwas zur dortigen Tierwelt zu sagen, »denn darüber habe man keine Kenntnis'.
2. Es geht mir nicht darum, den Uferbereich als Naturschutz-Vorrangfläche hochzustilisieren. Aber man soll - bitte schön - erst einmal gründlich untersuchen (siehe Punkt 1) und dann planen. Innerstädtische Fließgewässer können z. B. auch als wichtige Vernetzungsfäden für die Fauna dienen.
3. Angeblich geht es nicht um die »Zerstörung' des Gebietes, sondern nur um einen 2, 5 m breiten Streifen. Erstens können auch von einem solchen Streifen erhebliche Störeinflüsse ausgehen. Zweitens: Wie will man denn in Kenntnis dessen, wie rücksichtslos sich viele Zeitgenossen verhalten, die Betretung der Ufer verhindern? Und drittens: Schon jetzt wird deutlich, daß erheblich mehr zerstört werden wird, als Herr Weber behauptet: Die alten morschen Pappeln müssen nämlich aus Gründen der Verkehrssicherheit weg. Bisher haben sie niemanden gestört, und Totholz - in der Stadt Mangelware - ist nun wirklich für viele Tiere bedeutsam!
4. Gerade für Kinder sollte es unverplante Räume in der Stadt geben, wo sie unbeobachtet dem kreativen Spiel in der Natur nachgehen können. Wo sonst sollen sie denn ihre Beziehung zu nichtmenschlichen Geschöpfen hernehmen? ...
Wenn die Grünen dem geplanten Haseuferweg eine erhebliche verkehrspolitische Bedeutung zumessen, ist die Grenze des Lächerlichen schon überschritten. Sie sprechen von wesentlicher Bereicherung für Fußgänger und Radfahrer und verhalten sich damit genauso anthropozentrisch wie alle anderen Parteien. Es geht nicht darum, alles und jedes zu verhindern, aber Umweltschutz im umfassenden Sinne hat mehr Facetten als Fuß- und Radwege!"

Prof. Dr. Herbert Zucchi
Liebigstraße 11 a
Osnabrück
Autor:
Prof. Dr. Herbert Zucchi


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